Historie des Trimonzium


Die Geschichte des ältesten Feinkostgeschäfts in Biebrich.

Mit dem Bau der Kaiserstraße 1896 bis 1906 – es ist heute die Straße der Republik – hatte die junge Stadt Biebrich (Stadtrechte 1891) gleichzeitig eine neue Ortsstraße. Sie verbindet das neue Rathaus mit der Biebricher Allee.

An der Straße entwickelte sich schnell geschäftliches Leben. Handwerker, Gastwirte, ein Modehaus und vor allem der Einzelhandel siedelten sich in den neuen mehrgeschossigen Bauten an. Gastwirt Adolf Bürkle baute das stattliche Wohn- und Geschäftshaus Kaiserstraße 22 und richtete dort sein Weinlokal „Rheingauer Hof“ ein. Im gleichen Haus eröffnete Ludwig Schmidt um 1906 eine Viktualienhandlung. Diese altdeutsche Bezeichnung für Obst und Gemüse hat sich durch den weltbekannten Viktualienmarkt in der bayerischen Landeshauptstadt München erhalten.


Bislang waren solche Produkte ausschließlich bei Direktvermarktern erhältlich. In jener Zeit kam jedoch der Einzelhandel mit einem breiten Warensortiment auf. Diese neue Vermarktung nutzte auch Ludwig Schmidt mit bester Lage an der neuen Ortsstraße Biebrichs. August Pos übernahm das Geschäft 1934 und erweiterte das Sortiment mit Lebensmitteln. Nach unbestimmter Zeit stieg Jakob Leber in das Unternehmen ein. Sein Geschäft wurde in Biebrich unter der Bezeichnung „Lebensmittel-Leber“ sehr bekannt. 1984 feierte er das 50jährige Geschäftsjubiläum.


Katja und Dimitre Paliakov gründeten in den Räumen dieses Biebricher Traditionsgeschäftes 2006 ihr „Trimonzium“. Es ist der historische Name ihrer Heimatstadt Plovdiv in Südbulgarien und das erklärt auch den Helm im Logo des „Trimonzium“. Mit einer gelungenen Kombination aus Professionalität und einer Liebe zum Detail formten nach ihren Maßgaben Künstler und Handwerker den einstigen Lebensmittelladen schrittweise zu einer kulinarischen Oase.

Mit dem „Trimonzium“ kam 2006 auch Italien in Wiesbaden-Biebrich an. Paliakovs bieten hochwertige italienische Feinkostspezialitäten zu erstaunlich fairen Preisen an. Mittlerweile gibt es auch Feinkost aus Frankreich und Spanien. Nach einem Jahr Entwicklung gelang einem Lieferpartner aus Catanien nach Maßgaben von Paliakovs 2010 eine Mischung für perfekten Kaffeegenuss. In den Regalen der Vinothek finden Genießer stets ihre Lieblingsweine. Im „Trimonzium“ gibt es ausschließlich Sorten traditioneller Weingüter Italiens sowie auch Grappa und Prosecco. Der Freitagabend ist im „Trimonzium“ längst Kult: Zu den periodischen Events wird es eng, wo schon der New Yorker Soul-Singer Will G. mit seiner fesselnden Stimme das Publikum begeisterte. Es gibt viele Gründe, im „Trimonzium“ reinzuschauen…